5 Fehler, die Sie vermeiden sollten

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Die Idee ist für das erste Buch ist da, die Story tief in Ihrem Hinterkopf auch, jetzt müssen Sie sie nur noch auf’s Papier bringen und fertig ist der Erfolgsroman, auf den die Buchverlage schon seit Langem gewartet haben, um Sie zum Millionär zu machen?

Von wegen, denn gerade neue Schriftsteller ohne irgendeine Form der Ausbildung zum Autor beziehungsweise entsprechende Vorkenntnisse machen bei ihrem ersten Buch gerne eine Menge Fehler.

Wir verraten die fünf häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden können!

Fehler vermeiden beim Buch schreiben Bild
Quelle: http://www.flickr.com/photos/[email protected]/

5 Fehler beim Schreiben eines Buches

5. Die Geschichte überladen: Wie erkennt man anhand eines Manuskripts sofort, ob der Autor ein Anfänger ist? Nein, nicht etwa an dem Format oder sonstigen Details, oft reicht schon ein simpler Blick auf die Story aus. Gibt es mehrere Zeitebenen? Beginnt die Geschichte mit einem Flashback und springt dann ohne echten Übergang in die Vergangenheit? Spielen Traumsequenzen und „Mindfucks“ eine wichtige Rolle? All das spricht für einen Amateur.

„Halt“, möchten Sie jetzt vielleicht sagen, „spielen nicht viele der besten Bücher mit der Zeit und den Erwartungen des Lesers?“

Richtig: viele der besten. Und angehende Autoren neigen oft dazu, auch sofort den besten Roman aller Zeiten zu schreiben und deshalb so viel hineinzustopfen wie nur möglich.

Sofern Sie kein Genie sind, kann das fast nur im Desaster enden. Wählen Sie für Ihr erstes Buch daher eine klare Story und konzentrieren Sie sich auf deren Kern! Die tolle Idee mit den vier verwobenen Zeitebenen heben Sie sich dann für den nächsten Roman auf.

4. Kein spannendes Thema wählen: Zum Thema eines ersten Buches haben wir schon einiges geschrieben, deshalb hier nur noch einmal die Kurzfassung: Bedenken Sie, dass der Inhalt, die Geschichte, ihr Protagonist und sein Weg möglichst viele Leser interessieren und faszinieren sollte.

Memoiren sind fast immer unangebracht und auch allzu persönliche, belanglose Storys will niemand hören. Wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben, sagen Sie es – aber nicht auf die einfachste nur denkbare Art und Weise anhand Ihres eigenen Lebens.

3. Niemanden Korrektur lesen lassen: Der Held steigt vor dem Abflug in einen Hubschrauber und kommt dann in einem Flugzeug an? So lange Sie keinen James-Bond-Roman schreiben, dürfte das doch eher unwahrscheinlich sein.

Leider kommen solche offensichtlichen Fehler allerdings in Manuskripten öfter vor als irgendjemandem lieb sein kann – von den allgegenwärtigen Logiklücken ganz zu schweigen. Autoren neigen dazu, ein Jahr Arbeit oder mehr in ein einziges Buch zu stecken, nur um dann zu ungeduldig zu sein, noch zwei Wochen auf das Feedback anderer Leser warten zu können. Manche haben sogar Angst vor möglicher Kritik. Hier ein Tipp: Wenn Sie das Buch tatsächlich veröffentlichen, werden im besten Fall tausende Menschen Ihr Werk kritisieren.

Tappen Sie daher nicht in die Falle, Ihren Roman nicht mehrmals von verschiedenen Personen Korrektur lesen zu lassen!

2. Allen Figuren die gleiche Stimme geben: Ein absolut typischer, aber immerhin nachvollziehbarer Anfängerfehler ist es, wenn beinahe alle Charaktere mit der gleichen Stimme sprechen.

Der grummelige Polizist formuliert seine Sätze im Grunde genauso wie die alte Nachbarin von nebenan und die junge Schülerin baut vielleicht mal ein „ey“ ein, sagt ansonsten aber auch genau das gleiche – nämlich das, was der Autor in diesem Moment von ihr hören will. Großer Fehler!

Leider ist es nicht so einfach, diesen Fehler zu beheben, denn unterschiedliche Figuren auch unterschiedlich sprechen zu lassen, ohne dass es aufgesetzt wirkt, bedarf es einer gewissen Übung. Wenn Sie die nicht haben, versuchen Sie zumindest, sich in jeder Szene beziehungsweise in jedem Konflikt den Standpunkt und das Weltbild der sprechenden Personen vor Augen zu halten: Wie gehen die Figuren mit diesem Konflikt um, wer sagt offen seine Meinung, wer versteckt sie, wer spricht durch die Blume? Allein damit können Sie schon für etwas mehr, nun, Charakter in ihren Charakteren sorgen.

1. Die Story nicht komplett durchplanen: Definitiv ist ein Anfänger der Autor eines Romans, wenn die Geschichte nach etwa der Hälfte des Buches in sich zusammenfällt und in alle möglichen Richtungen verläuft, nur nicht in die richtige. In dem Fall hatte der Autor eine nette Idee, hat Exposition und die ersten Entwicklungen ganz gut ausgearbeitet, sich aber nicht genügend Gedanken gemacht, wie die Story enden soll.

Hauptgrund dafür ist oft nicht einmal die mangelnde Erfahrung sondern schlichtweg die blöde Ungeduld: Der Autor konnte es gar nicht abwarten, seine Geschichte auf Papier zu bringen und hat deshalb schon damit angefangen, bevor er so richtig wusste, worum es überhaupt geht.

Auch wenn es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, seine Story zu planen, und nicht jede Kleinigkeit im Voraus feststehen muss: Machen Sie beim Schreiben Ihres ersten Buchs nicht den Fehler, die Geschichte „unterwegs“ fertigstellen zu wollen. Das endet unweigerlich in einer Katastrophe.

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