Keine Vita, keine Chance?

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Es ist eine Frage, die angehende Drehbuchautoren ganz und gar nicht gerne hören: „Was haben Sie denn schon so gemacht? Was ist Ihre Ausbildung und wie kommen Sie zum Film?“

Oder auch: „Danke für Ihr Exposé, aber können Sie mir erstmal Ihre Vita schicken?“

Und viele fragen sich, ob es überhaupt möglich ist, ohne eine umfangreiche Vita, ein Drehbuch zu verkaufen. Keine Vita, keine Chance?

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Quelle: http://www.flickr.com/photos/desiitaly/

Beziehungen = Erfolg

Sie kennen sicher das alte Gerücht, dass man in der Filmbranche nur mit Vitamin B vorankommt. Wer schon mal ein, zwei Drehbücher verkauft und entsprechende Kontakte hat, bekommt auch sein drittes Drehbuch verkauft, selbst wenn es nicht unbedingt der Oberknaller sein mag. Das Blöde: Wie unzählige TV- und Kinoproduktionen sowie Erfahrungen unzähliger Autoren belegen, ist das Ganze kein Gerücht, sondern häufig die Wahrheit.

Dennoch werden immer wieder neue, junge, frische Autoren gesucht, heißt es zumindest, und sollten nicht eigentlich ein knackiges Exposé und ein sehr gutes Drehbuch auf Spec ausreichen, um einen Produzenten von den eigenen Qualitäten zu überzeugen? Ja: Sollten. In der Realität sieht es oft so aus, dass Ihr Vorschlag überhaupt nicht überflogen wird, wenn kein bekannter Name auf dem Cover steht – da können Exposé und Drehbuch noch so gut sein.

Die Vita aufbessern

Was bleibt da als Alternative? Irgendwie muss es doch möglich sein, auch als angehender Autor ein Drehbuch an den Mann zu bringen, wie soll sonst der Einstieg gelingen, ohne Kontakte? Die Wahrheit ist wiederum, dass ohne Kontakte in der Filmbranche sehr wenig läuft, aber es gibt zumindest Möglichkeiten, die eigene Vita etwas aufzufrischen.

In erster Linie eignen sich dafür Kurzfilme: Filmstudenten, aber auch No-Budget-Filmer suchen immer mal wieder gute Drehbücher für Kurzfilme sowie junge, motivierte Drehbuchautoren, die ohne Bezahlung gerne etwas schreiben wollen, um es verfilmt zu sehen. Oft läuft logischerweise auch bei Studenten vieles über Kontakte, wenn sie nicht ohnehin selbst schreiben, aber es gibt immer mal wieder Ausnahmen. Bei Job-Börsen wie zum Beispiel Crew United finden Sie hin und wieder Stellenanzeigen.

Darüber hinaus macht es Sinn, „Branchentreffen“ und Seminare wie zum Beispiel das jährliche „Stoffentwicklung“ vom Verband für Film- und Fernsehdramaturgie wahrzunehmen, um sich mit anderen Drehbuchautoren über deren Erfahrungen auszutauschen und vielleicht auch den ein oder anderen Produzenten kennenzulernen. Als Bonus lässt sich die Teilnahme an solchen Seminaren auch in der Vita aufführen, um zumindest den Anschein des „Dabeiseins“ zu erwecken.

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