Kontakt mit Filmproduzenten

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Es ist endlich soweit: Nach monatelanger Arbeit haben Sie ihre Drehbuch fertig gestellt und es an mehrere Filmproduktionsfirmen geschickt, wiederum ein paar Monate später klingelt plötzlich das Handy, ein Filmproduzent ist am anderen Ende der Leitung, will mit Ihnen sprechen und Sie womöglich sogar treffen, am anderen Ende des Landes. Was nun?

Lesen Sie hier, wie Sie sich gegenüber einem Filmproduzenten richtig verhalten, was Sie in der Regel von einem ersten Kontakt zu erwarten haben – und was nicht!

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Quelle: http://www.flickr.com/photos/59937401@N07/

Filmproduzenten: Keine Zeit!

Vorneweg: Dass sich ein Produzent bei Ihnen meldet, ist schon einmal ein sehr gutes Zeichen, denn grundsätzlich haben Produzenten alles, nur keine Zeit. Allein schon den Anruf sollten Sie daher sehr zu schätzen wissen, ein etwaiges Meeting noch mehr. Allerdings heißt so ein Treffen noch lange nicht, dass der Produzent Ihr Drehbuch auch verfilmen will oder es gar wirklich intensiv gelesen hat.

Ein Treffen kann daher alles von „einfach mal einen Kaffee trinken“ bis hin zur intensiven Drehbuchbesprechung sein und mitunter wird man Ihnen nicht im Voraus sagen können, worum genau es sich handelt, also stellen Sie sich auf alle Möglichkeiten ein.

Des Weiteren ist es sinnvoll, die Erwartungen runterzuschrauben: Selbst wenn der Filmproduzent Ihnen gegenüber bei diesem Treffen schon über mögliche Rollenbesetzungen und Drehtermine philosophiert, heißt das noch lange nicht, dass letzten Endes tatsächlich etwas dabei rumkommt – freuen Sie sich erst, wenn Sie einen Vertrag in der Tasche haben, der auch eine Zahlung vor Drehbeginn vorsieht, was inzwischen leider selten genug ist.

Selbstbewusst auftreten

Das vielleicht Wichtigste bei einem solchen Treffen ist allerdings nicht einmal unbedingt die Vorbereitung, sondern vor allem Ihr eigenes Auftreten! Natürlich ist es auf der einen Seite wichtig, Kompetenz auszustrahlen, einzelne Hintergründe des Drehbuchs und Ihre „Vision“ erläutern zu können, gleichzeitig sollten Sie aber sicher und selbstbewusst wirken, was vielen Autoren schwerfällt.

Das allerdings ist sehr wichtig, denn viele Filmproduzenten bringen bei oder unmittelbar nach solch einem Treffen die absurdesten Vorschläge, die sie natürlich aber gut begründen können, meistens mit irgendwelchen Business-Begriffen aus dem Englischen und Vergleichen mit bekannten, erfolgreichen Filmen. Das soll nicht abwertend klingen, Produzent ist ein schwieriger Job und der Markt kaum einzuschätzen, dennoch formt sich gerade bei Ihrem ersten Treffen die Arbeitsbeziehung zum Produzenten.

Aus unserer Sicht ist es empfehlenswert, allzu abwegige Vorschläge klar und deutlich, aber mit guten Gegenargumenten, aus dem Weg zu räumen, bevor Sie ein halbes Jahr an einer Überarbeitung sitzen, die nicht funktioniert. Zugleich sollten Sie sich aber kompromissbereit zeigen, um nicht als „schwierig“ eingestuft zu werden. Streiten Sie sich also nicht mit dem Filmproduzenten gleich über einzelne Worte, Charakternamen, winzige Plotpunkte oder alberne Gags – darüber können Sie im späteren Verlauf noch ausgiebig diskutieren.

Zunächst ist eine gesunde Mischung aus Selbstbewusstsein und Kompromissbereitschaft angesagt, um den nächsten Schritt in Ihrer Karriere als Drehbuchautor zu gehen: Der gemeinsamen Drehbuchentwicklung mit einer Filmproduktionsfirma.

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