Kreatives Schreiben: Freewriting

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Viele Autoren kämpfen immer wieder mit einer Schreibblockade oder klagen schlichtweg über einen Mangel an Inspiration und besonders kreatives Schreiben stellt sie regelmäßig vor große Probleme. Ein Ansatz dagegen ist Freewriting, das gleichermaßen Blockaden lösen wie die Kreativität steigern soll.

Lesen Sie hier, was Freewriting ist und wie es Ihnen beim kreativen Schreiben hilft!

Freewriting Bild
von © 2006-2013 Pink Sherbet Photography

Kreatives Schreiben

Freewriting, auf deutsch also ganz simpel „freies Schreiben“, bezeichnet eine Art des Schreibens, bei der Sie einfach über einen gewissen Zeitraum sämtliche Gedanken, die Ihnen gerade in den Sinn kommen, unreflektiert für einen gewissen Zeitraum auf’s Papier bringen – bleiben Gedanken aus, legen Sie den Stift jedoch nicht aus der Hand, sondern halten ihn weiter in Bewegung und malen entweder Wellenlinien oder wiederholen schlichtweg das letzte Wort. So soll eine Art Bewusstseinsstrom erzeugt werden.

Am sinnvollsten ist Freewriting unserer Meinung nach am frühen Morgen, bevor Sie sich an den Computer setzen, E-Mails checken, das Radio anschalten oder die Zeitung lesen, wenn der Geist noch frisch und unbelastet ist.

Hocken Sie sich mit einem Stift und einem Block Papier in eine bequeme Ecke, setzen Sie sich ein Zeitlimit von 5 bis 30 Minuten und schreiben Sie alles auf, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Egal was! Denken Sie nicht darüber nach, korrigieren Sie keine Rechtschreib- oder Zeichensetzungsfehler, bilden Sie möglicherweise nicht einmal ganze Sätze – jedes Wort zählt!

Ist die Zeit abgelaufen, lesen Sie noch einmal, was Sie geschrieben haben und streichen Sie gegebenenfalls interessante Worte, Gedanken oder Konstruktionen an, um sie später noch einmal verwenden zu können.

Vor- und Nachteile von Freewriting

Der große Vorteil von Freewriting ist, dass man die übertriebenen Ansprüche an sich abstellen kann, die häufig Ursache für eine Schreibblockade sind: Wenn Sie zwanzig Minuten ohne Pause schreiben, können Sie nicht erwarten, dass etwas Gutes oder auch nur Sinnvolles dabei herauskommt, was Ihren Geist von Belastungen und Erwartungen freimacht.

Gleichzeitig gewöhnt sich Ihr Gehirn an’s Schreiben und nimmt diese „Erfahrung“ mit, wenn Sie wirklich dem kreativen Schreiben nachgehen. Und oft entstehen beim Freewriting wirklich spannende Gedanken, auf die Sie sonst nie gekommen wären.

Der „Nachteil“ von Freewriting ist, dass Sie oft gerade zu Anfang leichte Hemmungen ablegen müssen, in gewisser Weise sinnlos vor sich hin zu schreiben – und unter Umständen sogar nur Wellenlinien malen oder ein Wort immer wieder zu wiederholen. Zugleich sollten Sie nicht den Fehler machen, jedes Mal einen genialen Geistesblitz von Freewriting zu erwarten, viel davon ist tatsächlich nichts anderes als „Gedankenmüll“, um es überspitzt zu formulieren.

Auf der anderen Seite kann es sehr sinnvoll sein, diese überflüssigen Gedanken aus dem Kopf zu bekommen und zugleich das Gehirn daran zu gewöhnen, dass kreatives Schreiben zum Alltag gehört und es keine Hemmungen haben muss, auf vermeintlichen Blödsinn zu kommen – und genau das kann beim Schreiben eines Buches sehr hilfreich sein.

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