Lebensunterhalt als Autor

Simple Frage: Wie bestreitet man als Autor seinen Lebensunterhalt? Simple Antwort: Gar nicht. Komplizierte Antwort: Indem man nicht nur Autor ist. Dazu sollten wir vermutlich ein bisschen ausholen.

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Quelle: http://www.flickr.com/photos/mikebaird/

Wie überlebt man als Autor?

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Buchautor ist kein schlecht bezahlter Beruf – wenn man riesigen Erfolg hat. Dan Brown und J.K. Rowling müssten vermutlich nie wieder arbeiten, stellen damit aber zugleich die absolute Ausnahme dar, denn die traurige Wahrheit ist: Sofern Sie nicht zwei, drei Bestseller schreiben und verkaufen können, werden Sie als Buchautor nie reich werden, in den meisten Fällen nicht einmal davon leben können.

Das hat mehrere Gründe: Zum einen gibt es weitaus mehr Buchautoren als irgendjemand Bücher lesen kann, der Markt ist überschwemmt und selbst „gut“ zu sein, reicht heutzutage nicht mehr zwangsläufig aus, um ein Buch auch veröffentlichen zu können. Gehen Sie selbst mal durch einen Buchladen oder klicken Sie sich durch Amazon und überlegen Sie, wie viele „gute“ Bücher dort jeden Tag herum liegen! Es sind vermutlich tausende.

Der zweite Grunde ist, dass Autoren relativ wenig geschätzt und entsprechend behandelt werden. „Die sitzen doch eh nur vor ihrem Rechner und starren den ganzen Tag aus dem Fenster“ lautet ein gängiges Klischee, das leider aber auf viele Buchautoren zutrifft. Große Sympathien sollten Sie bei ausbleibendem Erfolg also nicht erwarten.

Jobs mit festem Einkommen

Aber wir wollen Ihnen hier schließlich Mut machen und Lösungen aufzeigen, also: Wie überlebt man als Autor? Nun, in erster Linie, indem man sich andere Jobs mit festem oder zumindest regelmäßigem Einkommen sucht. Wenn es ebenfalls ein Schreibjob sein soll, bietet sich alles in Richtung Journalismus und Reportagen an – nicht einfach, dort etwas zu finden, aber dafür meistens mit genügend Freiraum, um auch Ihrer „Nebentätigkeit“ als Buchautor weiter nachzukommen.

Wenn Sie neben Büchern nicht auch noch etwas anderes schreiben wollen, wird das Ganze schon schwieriger, erfordern die meisten „echten“ Jobs doch eine Menge Zeit und Einsatz, um nebenbei noch Bücher zu schreiben, fehlt oft die Flexibilität und Freizeit. Wer kann schon nach einem neunstündigen Arbeitstag noch von sich behaupten, im Vollbesitz seiner geistigen und kreativen Kräfte zu sein, um abends an seinem Roman arbeiten zu können?

Für Buchautoren ist daher die Selbständigkeit in der Regel der beste Weg, denn wenn Sie Ihr eigener Chef sind, können Sie auch selber über Ihre verfügbare Zeit bestimmen. Welcher Job das ist, liegt natürlich an Ihrer Ausbildung und Ihrer Fähigkeiten.

Sich über Wasser halten

Die wahrscheinlich größte Kunst ist es aber, sich auch als veröffentlichter Buchautor über Wasser zu halten. Selbst wenn das erste Buch ein, sagen wir, durchschnittlicher Erfolg war, reicht das Geld nur selten länger als vielleicht ein, anderthalb Jahre. Maximal. Spätestens dann muss frisches Geld in die Kassen fließen, das nächste Buch veröffentlicht werden – und das fällt in den meisten Fällen schwer.

Auch wenn Sie sich guten Gewissens als Autor bezeichnen können, sollten Sie sich also weiterhin nach Nebeneinnahmen umsehen, schließlich wollen auch Krankenkasse, Versicherungen und Altersvorsorge bezahlt werden.

Alternativ können Sie aber natürlich auch Dan Brown oder J.K. Rowling werden…

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