Manuskript: Das richtige Format

Immer wieder wird die Frage nach dem Format beim Schreiben eines Buchs gestellt. Im Grunde gibt es dafür heutzutage keine wirklich festen Regeln mehr, weil sich dank Computern und den gängigen Wort-Prozessoren ohnehin alles ganz simpel anpassen lässt, aber natürlich sollten Sie dennoch das ein oder andere beachten.

Format beim Schreiben eines Buchs

Anzeige
Wenn Sie das Buch beziehungsweise den Roman erstmal nur für sich selbst schreiben, können Sie es formatieren, wie Sie wollen. Logisch, sollte man denken, aber es gibt genug angehende Autoren, die sofort beim Schreiben den Blocksatz wählen, Silben trennen wollen und, und, und – doch das ist unnötig.

Zum einen sollten Sie sich beim Schreiben zunächst allein auf die Geschichte, Figuren und Formulierungen konzentrieren, zum anderen müssen Sie Ihr Buch nach dem ersten Entwurf ohnehin noch in mehreren Durchgängen überarbeiten, so dass sämtliche Formatierungen hinfällig werden.

Das beste Format zum Schreiben eines Buchs ist daher das Format, mit dem Sie selbst am besten arbeiten können.

Auch die umgerechnete Länge in Seiten sollte für Sie vorerst vollkommen irrelevant sein, schließlich müssen Sie die Geschichte stimmig erzählen und nicht auf eine bestimmte Länge strecken oder kürzen.

Buch Format Bild

Format beim Einreichen eines Manuskripts

Schon interessanter ist die Frage nach dem Format für ein Manuskript, das Sie bei einem Verlag einreichen wollen. Früher gab es hierfür recht klare Regeln, 30 Zeilen mit jeweils etwa 60 Zeichen, die heute aber dank moderner Technik – wie schon erwähnt – nicht mehr von großer Bedeutung sind.

In erster Linie geht es stattdessen um eine saubere Lesbarkeit: Wählen Sie eine Schriftart ohne große Schnörkel, aber auch Arial sollte es nicht unbedingt sein. Manche Autoren bevorzugen den Schreibmaschinen-ähnlichen Font Courier New, der auch bei Drehbüchern zum Einsatz kommt, doch das ist Geschmacksache.

Als Schriftgröße empfiehlt sich 11 oder 12, außerdem ist 1,5-facher Zeilenabstand zu Gunsten der Lesbarkeit und aufgrund des notwendigen Platzes für Notizen eigentlich Pflicht, auch die Ränder sollten nicht zu klein sein. Auf Blocksatz und Silbentrennung wird bei Manuskripten in der Regel verzichtet, was aber kein „Verbot“ darstellen soll.

Wichtig ist letzten Endes nur: Schriftbild und selbstverständlich auch die Druckqualität müssen einen guten Eindruck hinterlassen. Das beste Format nützt nichts, wenn der Drucker schmiert oder die Tintenstrahl-Patrone kurz davor ist, den Geist aufzugeben und die Buchstaben mehr grau als schwarz sind. Ein wirkliches „Buch schreiben“-Format gibt es jedoch nicht.

Einstellungen für Word


Wollen Sie sich dennoch nicht nicht selbst an den Einstellungen von Word oder LibreOffice austoben, versuchen Sie es mit folgender Konfiguration:

Seitengröße: DIN A4
Seitenränder: 3 cm oben / unten, 3,5 cm links, 3 cm rechts
Zeilenabstand: 1,5- oder 2-fach
Erste Zeile: um 0,5 cm eingerückt
Ausrichtung: linksbündig
Schriftart: Times New Roman
Schriftgröße: 11 pt
Schriftstärke: normal

Außerdem können Sie in die Kopfzeile den Titel Ihres Romans sowie Ihren Namen einfügen, in der Fußzeile landet üblicherweise die Seitenzahl. Sollten Sie weitere Fragen zum Format eines Buchs haben, können Sie diese natürlich gerne in den Kommentaren stellen.

Check Also

Warum Autoren scheitern Bild

Fünf Gründe, warum die meisten Autoren scheitern

Die Idee war großartig – eine Geschichte, wie sie noch nie zuvor erzählt wurde – ...