Motivation beim Schreiben behalten

Anzeige
Die Idee klang so gut, erst im Inneren Ihres Kopfes und dann auch auf dem Papier: Eine Prämisse wie es sie fast noch nie zuvor gab. Interessante sowie komplexe Figuren mit aktuellen, neuartigen Konflikten. Spannende Entwicklungen, brillante und emotional starke Szenen, gepaart mit ruhigen oder gar zum Schreien komischen Momenten. Die Struktur, die Locations, alles schien zu passen – und jetzt hängen Sie auf Seite 50 Ihres Drehbuchs und haben einfach keine Lust mehr.

Was tun, wenn die Motivation beim Schreiben ausgeht oder besser: Wie genau hält man die Motivation beim Schreiben hoch? Lesen Sie hier unsere Ratschläge!

Motivation beim Schreiben Bild
Quelle: http://www.flickr.com/photos/42931449@N07/

Keine Motivation: Normal?

Fast jeder Autor kennt das und viele erreichen diesen Punkt sogar bei jedem ihrer Werke: Plötzlich wirkt alles so sinnlos. Die Prämisse war doch schon dutzendfach da, die Figuren funktionieren nicht so recht, die Dialoge sind sowieso lahm – und Spannung, Emotionen, Witz?

Von wegen, alles klingt so furchtbar flach und langweilig, die Motivation ist futsch. Am liebsten würden Sie jetzt auf der Stelle aufhören und entweder nie wieder Schreiben oder aber diese andere total tolle Idee verfolgen, die Sie in der Zwischenzeit hatten und die so viel besser klingt. Es wäre der größte Fehler, den Sie nur machen können.

Tatsächlich ist eine gewisse Leere vollkommen normal, weil auch der beste Autor bei der besten Geschichte nach einer Weile erschöpft ist, und weil der erste Entwurf nie so gut wird wie die ursprüngliche Vorstellung – rund wirkt die Story oft erst nach dem dritten oder vierten Rewrite. Doch wie hält man sich bis dahin über Wasser?

Motiviert schreiben: Mit Zielen

Wichtig ist es aus unserer Sicht für die Motivation, sich unterwegs kleine Miniziele zu setzen, denn neben der oft fehlenden Einsicht, dass Erschöpfung und Schwächen einfach dazu gehören, mangelt es vor allem oft am Gefühl des Vorankommens: Wenn die ersten 50 Seiten schon eine Qual waren, wie könnten die nächsten dann besser werden? Das Drehbuch muss so in einer Katastrophe enden, was hat das also für einen Sinn?

Wir nehmen uns daher oft vor, jeden Tag einfach eine bestimmte Seitenanzahl zu schreiben, ohne wenn und aber, was aber nicht für jeden die optimale Lösung sein muss. Ziele können auch das Fertigstellen einer einzelnen Szene oder aber das Planen einer Actionsequenz sein, wichtig ist nur: Nehmen Sie sich jeden Tag etwas vor und halten Sie sich daran!

Nicht sinnvoll ist es für uns, zwischendurch immer wieder die Geschichte beziehungsweise das schon Geschriebene zu überarbeiten, da Sie das nur aus dem Rhythmus bringt. Versuchen Sie lieber den ersten Entwurf des Drehbuchs einmal zu beenden und sich anschließend an’s Verbessern zu machen – grobe Logiklöcher, die Ihnen unterwegs auffallen, stellen natürlich eine Ausnahme dar.

Wenn Sie arge Probleme mit der Motivation haben, empfehlen wir zudem, Ziele und Resultate in einer Liste niederzuschreiben, um sich selbst ein klein wenig unter Druck zu setzen, denn daran mangelt es beim Drehbuch schreiben in Hinblick auf die Motivation ebenfalls oft. Doch auf die die Gefahr der Prokrastination wollen wir bei anderer Gelegenheit noch eingehen.

Check Also

Schwächen und Behinderungen Bild

Über Schwächen und Behinderungen

Die Probleme eines Helden, das Ziel in seiner Geschichte zu erreichen, beschränken sich selten auf ...