Einen Roman schreiben: Charaktertest?

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Ein Buch zu schreiben, kann Monate, wenn nicht gar Jahre in Anspruch nehmen, weshalb es ab einem gewissen Punkt immer einem Charaktertest gleich kommt: Irgendwann im Laufe ihres Schreibens wird die Motivation unweigerlich in den Keller gehen; sie werden Ihr Werk hasse und würden am liebsten von vorne mit etwas ganz anderem anfangen – oder nie wieder ein Buch schreiben. Dann heißt es, die Zähne zusammenbeißen.

Lesen Sie hier, wie Sie auch in Schwächephasen durchhalten!

Roman schreiben Charaktertest Bild
Quelle: flickr / topgold

Motivation beim Schreiben

Wie bei jeder anderen Arbeit sollte natürlich das Ziel bei Ihren Gedanken im Vordergrund stehen: Sie haben sich irgendwann entschieden, dass diese Geschichte vor Ihnen erzählenswert ist, und allein das sollte schon Grund genug sein, Ihren Roman zu beenden.

Der Nachteil gegenüber anderen Arbeiten ist natürlich, dass Sie oft keine echten Fortschritte sehen und auch so gut wie nie unmittelbares Feedback erhalten – und wenn es dann mal ein paar Tage lang nicht so gut läuft, kommen schnell Zweifel und Ängste auf: Wenn Sie gerade nicht vorankommen, kann es dann nicht sein, dass die hundert Seiten davor auch schon schlecht waren? Und macht es unter diesen Umständen überhaupt noch Sinn, auch die nächsten hundert zu schreiben?

Mit diesen Gedankengängen kann die Motivation schnell in den Keller gehen.

Ziele & Feedback

Sinnvoll ist es daher, sich immer wieder kleine Ziele zu setzen und sich dafür zu belohnen: Nehmen Sie sich eine bestimmte Seitenanzahl vor oder setzen Sie sich ein Ziel wie „Kapitel 7 bis Montag fertig“ und wenn Sie das erreicht haben, belohnen Sie sich mit einem guten Essen oder einfach nur einer kurzen Schreibpause.

Haben Sie ernsthafte Zweifel an Ihrer Arbeit, die sich nicht überwinden lassen, sollte es der erste Schritt sein, eine Analyse zu betreiben: Was war der ursprüngliche Gedanke hinter Ihrer Geschichte und inwiefern sind Sie davon abgewichen? Ziehen Sie ihre Notizen (Outline, Charakterbeschreibungen etc.) zur Rate und kontrollieren Sie, woran es im Vergleich zu Ihrer ursprünglichen Vorstellung hapert.

Kommen Sie auch damit zu keinem Ergebnis, kann es sinnvoll sein, das problematische Kapitel oder eventuell gar Teile der Outline mit Freunden oder – je nach Ihrem Vertrauen an das Gute im Menschen – in Internet-Foren zu teilen, um so Feedback einzuholen: Liegt es tatsächlich an Ihrer Struktur, Ihrem Stil oder reden Sie sich die Schwächen nur ein?

Häufig kann es auch schon helfen, einfach nur mit einem guten Freund über die Geschichte zu reden; oft fallen Ihnen die Lösungen dann ganz von selbst ein – alles ist besser als auf ein weißes Blatt zu starren!

Einen Roman zu schreiben, kann also ein Charaktertest sein, doch die eigentliche Frage stellt sich schon zu Beginn: Ist die Geschichte erzählenswert oder nicht? Notieren Sie sich vor dem Schreiben, warum Sie diese Story wichtig und interessant finden und kramen Sie diese Punkte bei Bedarf wieder aus, um sich selbst daran zu erinnern, was Ihr Werk so gut machen soll – das dient als Motivations- und Erinnerungsstütze gleichermaßen.

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