Unter einem Pseudoynm schreiben

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Viele Autoren haben in der Vergangenheit aus verschiedensten Gründen Ihre Werke nur unter einem Pseudonym veröffentlicht, manche tun es auch heute noch. Während es früher häufig politische oder soziale Beweggründe waren, die Autoren in ein Pseudonym gedrängt haben, sind es heute eher persönliche – was langfristig Probleme mit sich bringen kann.

Lesen Sie hier daher, was es zu beachten gilt, wenn Sie unter einem Pseudoynm schreiben wollen!

Unter Pseudonym schreiben Foto
von Amanda M Hatfield

Gründe für ein Pseudonym

Es gibt viele Gründe für die Wahl eines Pseudonyms: Bekannt ist beispielsweise die amerikanische Drehbuchautorin Dorothy Catherine Fontana, die unter anderem als Michael Richards und J. Michael Bingham sowie D.C. Fontana Drehbücher für Star Trek schrieb, da es gegenüber weiblichen Drehbuchautoren im Science-Fiction-Genre damals noch Vorurteile gab.

Und erst kürzlich veröffentlichte Joanne K. Rowling ihren neuen Roman unter dem Namen Robert Galbraith, um nicht sofort mit Harry Potter in Verbindung gebracht zu werden und ihr Werk für sich stehen zu lassen – auch wenn dieser Versuch nicht lange andauerte.

Die meisten angehenden Autoren denken heute jedoch über ein Pseudonym nach, weil Sie selbst nicht mit ihrem Werk in Verbindung gebracht werden wollen, was man zumindest kritisch sehen kann, vermittelt es doch den Eindruck, der Autor würde nicht zu seinem Werk stehen, Kritik fürchten oder sich sogar dafür schämen.

Natürlich gibt es Ausnahmen, doch bei Romanen ohne „brisante“ Inhalte kann die Wahl eines Pseudonyms zumindest irritierend wirken. Vielleicht finden Sie Ihren echten Namen aber auch einfach nur langweilig oder schwer zu schreiben – das sind schon bessere Gründe, wobei es in solch einem Fall oft ausreicht, den Vor- oder Nachnamen zu ändern.

Probleme eines Pseudonyms

Grundsätzlich ist es jedoch ein Leichtes, sich für ein Pseudonym zu entscheiden: Es bedarf dafür keiner Anmeldung des Namens, auch ein Eintrag in den Personalausweis als Künstlername ist nicht erforderlich, lediglich einen prominenten (Autoren-)Namen dürfen Sie natürlich nicht ohne Weiteres wählen.

Manuskripte werden gegenüber Verlagen in der Regel so gekennzeichnet, dass Sie Ihren echten Namen sowie das Pseudonym erkenntlich machen, also beispielsweise: „von Jennifer Bergmann als Rüdiger Blumenkohl“.

Problematisch kann es werden, wenn Ihr Werk Erfolg hat und unter Umständen öffentliche Auftritte wie Buchlesungen gewünscht werden – ein wirklich erfolgreicher Autor kann seine Identität daher kaum verschleiern.

Darüber hinaus ist es schwierig, beim Self-Publishing unter einem Pseudonym zu schreiben, da jedes Buch in Deutschland ein Impressum enthalten muss, in dem der Herausgeber genannt wird. Sofern Sie nicht einen Freund überreden können, als Herausgeber aufzutreten, müssen Sie Ihren echten Namen dort nennen, ein Pseudonym reicht nicht aus.

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