Wie man für Kinder schreibt

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Spätestens seit Harry Potter ist der Stellenwert von Kinderbüchern wieder deutlich gestiegen, auch wenn es sich gerade bei diesem Beispiel natürlich nicht um ein klassisches Kinder- sondern mehr um ein „Familienbuch“ handelt, wenn man so will, sprach es doch Kinder wie Erwachsene gleichermaßen an. Solch eine breite Zielgruppe zu erreichen, ist natürlich äußerst selten, dennoch können Kinderbücher für Autoren eine interessante wie lukrative Option darstellen. Lesen Sie hier daher, was es beim Schreiben für Kinder von sechs bis zwölf Jahren zu beachten gilt!

Für Kinder schreiben Foto
von gpoo

Schreibstil für Kinder

Grundsätzlich sollte man als Autor von Kinderbüchern natürlich eine gewisse Nähe zu Kindern haben – sei es durch eigene Kinder, ehrenamtliche Freizeitaktivitäten oder vielleicht durch einen Hauptberuf wie etwa Lehrer -, um zu wissen, wie Kinder von heute sprechen, was sie gerne sehen und hören, was sie beschäftigt.

Zwar ist das bei 6- bis 12-jährigen noch nicht ganz so wichtig wie in der Altersgruppe darüber, den Young Adults, doch die Sprache bzw. der Schreibstil ist ein entscheidendes Element: Zu lange und zu umständlich formulierte Sätze können verwirren, von einer „Babysprache“, die nur aus Hauptsätzen besteht, fühlen sich ältere Kinder jedoch schnell unterfordert.

Das Treffen des Mittelweges stellt eine der größten Schwierigkeiten beim Schreiben von Kinderbüchern dar, weshalb nicht nur eine Orientierung an vergleichbaren Werken des Genres sondern auch eben jener Kontakt zu Kindern wichtig ist, um ihre Fähigkeiten realistisch einschätzen zu können.

Welt & Botschaft

Kinderbücher leben darüber hinaus extrem stark von einer fantasievollen und durchaus recht komplexen Welt, in der Kinder sich verlieren können. Um Harry Potter erneut als Beispiel zu bemühen: Die Geschichte an sich ist im Grunde altbekannt, der Welt gelingt jedoch der wichtige Mittelweg zwischen vertraut (die Schulwelt) und doch anders (die Magie), ist darüber hinaus mit ihren zahlreichen Häusern und Namen vergleichsweise komplex, was einer der Gründe sein mag, warum sich auch Erwachsene nicht unterfordert fühlten.

Ob Kinderbücher schließlich über eine Botschaft verfügen müssen, darüber darf man geteilter Meinung sein. Auf jeden Fall sollte man jedoch die Moral hinterfragen, die man mit der eigenen Geschichte vermittelt – Twilight beispielsweise, auch wenn es in die Kategorie Young Adult fällt, darf man in dieser Hinsicht als negatives Beispiel werten, Die Tribute von Panem als positives.

Die finanzielle Seite

Finanziell sollten Sie als angehender Autor von Kinderbüchern nicht den gleichen Gewinn erwarten wie mit Romanen für Erwachsene; die Bezahlung bzw. Beteiligung liegt in der Regel deutlich darunter.

Darüber hinaus fällt Self-Publishing derzeit noch als Alternative nahezu aus, da nur die wenigsten Kinder über einen eBook-Reader verfügen, Kinderbücher meistens geschenkt werden und darüber hinaus recht oft mit Zeichnungen oder Bildern versehen sind, die sich auf aktuellen eBook-Readern schlichtweg nicht sauber darstellen lassen.

Bei Kinderbüchern führt daher auf absehbare Zeit kein Weg an einem Verlag vorbei.

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