5 Anfängerfehler und wie man sie vermeidet

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Angehenden Autoren unterlaufen bei Ihrem ersten Drehbuch oft einige blöde Anfängerfehler – wir sagen, welche das sind und wie man sie vermeidet.

Denn auch wenn zum Drehbuchschreiben natürlich einiges an Übung gehört, so lassen sich die gröbsten Schnitzer mit ein bisschen Zeit und Überlegung in der Regel doch vermeiden.

Lesen Sie hier, was Sie dabei unbedingt beachten sollten!

Drehbuch Anfängerfehler vermeiden Bild
Quelle: http://www.flickr.com/photos/sixmilliondollardan/

5 Anfängerfehler beim Drehbuchschreiben

5. Zu wenig auf dem Spiel stehen lassen: Eigentlich ist es doch ganz simpel: Damit eine Geschichte für den Zuschauer interessant ist, muss etwas Wichtiges auf dem Spiel stehen – es braucht ja nicht gleich das Schicksal der kompletten Menschheit zu sein, oft reicht ein persönliches Schicksal schon aus.

Langweilig wird es hingegen, wenn der Protagonist zwar alles Mögliche tut, aber von nichts selbst betroffen ist. Besonders Krimis stehen oft vor diesem Problem, weshalb Kommissare von heute häufig über eine problematische Backstory verfügen, die der aktuelle Fall irgendwie aufreißt.

4. Keinen Mut zum Kürzen haben: Sie haben ein großartiges Drehbuch geschrieben. 140 Seiten, jeder Dialog ist witzig, jede Szene irgendwie toll und überhaupt haben Sie sich solch eine Mühe gemacht, das soll jetzt gefälligst jemand in voller Länge genießen! Brutaler Fehler.

Das Kürzen eines Drehbuchs ist eine ebenso große Kunst wie das Schreiben – ist der erste Entwurf erst einmal fertig, sollte es keine Szene geben, die nicht irgendwie gekürzt wird. Keine!

3. Den Held nicht leiden lassen: In gewisser Weise eine Kombination aus den beiden vorigen Problemen. Sie mögen Ihren Protagonisten und eigentlich wollen Sie, dass er nur Erfolg hat, seinen Weg geht, überhaupt eine coole Type ist, wie wir alle es insgeheim gerne wären.

Blöderweise ist genau das langweilig und funktioniert in Filmen schlichtweg nicht. Es heißt nicht umsonst: Der Hauptcharakter ist der, der im Laufe der Story am meisten leidet. Läuft für Ihren Protagonisten zehn Seiten lang alles wie geschmiert, streuen Sie unbedingt ein Hindernis ein! Und zwar ein möglichst fieses.

2. Langweilige Figuren entwerfen: Auch dieser Punkt knüpft an die vorigen an. Wenn Ihre Hauptfigur keine persönliche Beziehung zum Thema hat und sie nicht leidet, dann sind schon einmal die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sie niemanden interessiert – aber was wäre, wenn sie auch noch genau so spricht wie alle anderen Figuren? Wenn sie sich genauso verhält, wie man es von einem ganz „normalen“, durchschnittlichen Menschen erwarten würde?

Dass die Handlungen der Charaktere in einer Story stets nachvollziehbar sein müssen, bedeutet nicht, dass Sie sich nicht anders verhalten dürfen, als wir es tun würden, im Gegenteil: Erst die Andersartigkeit macht sie oft interessant.

1. Nicht genug planen: Der gröbste, aber zum Glück auch am leichtesten zu vermeidende Fehler beim Schreiben eines Drehbuchs. Viele neue Autoren planen schlichtweg nicht genug, sie beachten nicht die Struktur eines Drehbuchs, sie machen sich keine Gedanken über Akte und Sequenzen, sie denken nicht einmal daran, dass die Story ja auch irgendwie enden muss, bevor sie anfangen zu schreiben.

„Der Rest fällt mir schon beim Schreiben ein“ ist der schlechteste nur denkbare Ansatz für einen angehenden Drehbuchautor. Sie müssen nicht jede Szene und jeden Dialog bis ins letzte Detail vor Augen haben, wenn Sie loslegen, aber die grundlegende Struktur sollte am besten anhand einer Outline stehen.

Auch wenn die Ungeduld drückt: Beachten Sie diese Tipps, um unnötige Fehler beim Drehbuchschreiben zu vermeiden!

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