Autoren, Kontakte und Vitamin B

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Nicht alle, aber doch recht viele Autoren sind eher introvertiert oder, zumindest was Ihre Arbeit angeht, mehr als ein wenig „schüchtern“. Die extrovertierten mögen mehr auffallen, aber, nun, das liegt in der Natur der Sache.

Nicht wenige Buchautoren wünschen sich, einfach nur zu Hause sitzen, ihr Buch schreiben und veröffentlichen zu können – mit möglichst wenig Kontakt nach draußen.

Doch wie realistisch ist das?

Networking Autoren Bild
Quelle: http://www.flickr.com/photos/marc_smith/

Networking: Für Autoren unerlässlich

Anzeige
Kurz und knapp: Es ist vollkommen unrealistisch. Gerade in einem so umkämpften Markt wie dem der Bücher und Romane muss sich ein Autor behaupten, sich verkaufen und sich zu einem gewissen Grade natürlich auch darstellen können. Networking, wie es heutzutage heißt, also Kontakte zu anderen Autoren, Lektoren und Verlagen zu knüpfen, ist unerlässlich, wenn Sie als Buchautor Erfolg haben wollen.

Können Sie Glück haben, Ihr Werk für sich sprechen lassen und so ein Manuskript verkaufen? Möglicherweise, aber die Chancen stehen deutlich niedriger, wenn Sie niemanden kennen und nicht über ein klein wenig „Vitamin B“ verfügen.

Alternative Self-Publishing?

Manche Autoren meinen, Ihr Buch dann ja einfach selbst veröffentlichen zu können, doch wie bereits in einem anderen Artikel geschrieben, ist beim Self-Publishing das eigene Marketing noch viel wichtiger und umfangreicher als bei der Veröffentlichung über einen Verlag.

Mit anderen Worten: Wenn Ihnen schon die Kontakte und das „Geschleime“ bei einem traditionellen Buchverlag zuviel sind, werden sie mit Self-Publshing erst recht nicht glücklich werden.

Wie knüpft man als Autor Kontakte?

Also stellt sich die Frage: Wie kommt man als Buchautor denn bitte schön an die begehrten Kontakte zu Verlagen beziehungsweise zu Menschen, die das eigene Werk überhaupt lesen und im besten Fall veröffentlichen?

Mehrere Möglichkeiten stehen zur Verfügung: Die klassische Variante ist es, Seminare, Workshops, Vorlesungen und Messen zu besuchen, sich mit anderen Autoren auszutauschen und auf Leute aus der Industrie zu treffen.

Man lernt sich kennen, tauscht ein paar freundliche Worte und vielleicht Visitenkarten aus und spricht dann mal kurz über diese tolle Romanidee, die man in der Schublade liegen hat – im besten Fall erklärt sich der Gesprächspartner umgehend oder nach einer Weile dazu bereit, mal einen Blick darauf zu werfen. Das heißt noch lange nicht, dass er das auch tatsächlich tut, aber es ist ein Anfang.

Die moderne Alternative ist es, sich in Internet-Foren mit anderen Autoren auszutauschen, wobei es hier schwer fällt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Sinnvoller ist es, zunächst den realen Kontakt von Mensch zu Mensch zu suchen und dann anschließend über soziale Netzwerke wie Facebook oder XING weiter miteinander zu kommunizieren und in Kontakt zu bleiben.

Auch wenn es schwer fällt: Es erhöht ihre Chancen, ein Buch zu veröffentlichen, ungemein.

Check Also

Warum Autoren scheitern Bild

Fünf Gründe, warum die meisten Autoren scheitern

Die Idee war großartig – eine Geschichte, wie sie noch nie zuvor erzählt wurde – ...