Der beste eBook Reader: Test

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Der eBook Reader hat in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und gilt sowohl zu Geburtstagen als auch in der Weihnachtszeit als beliebtes Geschenk. Kein Wunder, überzeugen die kleinen Geräte doch mit einem sehr guten, sauberen Schriftbild und einem Fassungsvermögen für mehrere tausend Bücher.

Doch mit der Nachfrage steigt natürlich auch die Auswahl – deshalb verrät Ihnen unser Test, welcher eBook Reader derzeit der beste ist!

ebook Reader Test Bild
von Yuya Tamai

Vorteile eines eBook Readers

Lassen Sie mich zunächst jedoch die drei häufigsten Frage beantworten, die vor allem von Viellesern und Autoren gerne gestellt werden: Lohnt sich ein eBook Reader überhaupt? Ist das nicht einfach nur ein weiteres unnötiges technisches Gerät, das nach dem Kauf schnell im Regal verstaubt? Brauche ich einen eBook Reader, wenn ich bereits ein Tablet wie etwa das iPad habe?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Seit ich einen eBook Reader habe, lese ich mehr als jemals zuvor!

Die Gründe dafür liegen, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Hand: Schon mein erster Kindle war einfach unglaublich praktisch und handlich. Er ist kleiner und flacher als jedes Taschenbuch, auch das Gewicht unterbietet viele gebundene Bücher und unterwegs oder im Urlaub gibt es nicht Besseres als seine eigene kleine Bücherei mit sich zu führen. Dass der Akku in der Regel ein bis zwei Monate hält, kommt dem natürlich entgegen.

Darüber hinaus fällt mir das Lesen mit dem eBook Reader überraschenderweise aber leichter als mit einem herkömmlichen Buch auf Papier, ich lese nicht nur konzentrierter sondern auch schneller – ein Eindruck, den mir viele andere Leser und Autoren, die auf „digital“ umgestiegen sind, bestätigt haben.

Eine einzige Ursache dafür festzumachen, fällt schwer, ich glaube aber, dass die Fortschrittsanzeige einen nicht unwesentlichen Anteil daran hat. Es liegt in unserer menschlichen Natur, dass wir uns verbessern und vorankommen wollen, viele richten ihr ganzes Leben danach aus. Zugleich arbeiten wir wesentlich effektiver, wenn wir uns kleine, klare Ziele setzen und unseren Fortschritt verfolgen.

Wenn ich früher ein Buch gelesen habe, dann habe ich es vielleicht eine dreiviertel Stunde in der Hand gehalten, bin mit den Gedanken immer mal wieder abgeschweift und habe es dann irgendwann beiseite gelegt. Wenn ich jedoch sehe, wie weit ich im Buch vorangekommen bin, wenn ich weiß, wie lang das Kapitel noch ist, ohne vorblättern zu müssen, und wenn ich sogar eine Zeiteinschätzung bekomme, wie lange ich wohl für das nächste Kapitel benötige, motiviert mich das enorm, nicht nur weiter sondern auch schneller zu lesen.

Ein eBook Reader macht Lesen jedoch natürlich nicht zu einem Wettbewerb, es ist immer noch ein entspannendes Hobby, aber der Umstieg hat mich dazu gebracht, meinen Lesekonsum über ein Jahr hinweg zu verdreifachen!

eBook Reader Vergleich Foto
von Yuya Tamai

eBook Reader im Test

Der Standard weltweit und mittlerweile auch in Deutschland ist ohne jeden Zweifel Amazons Kindle, derzeit entweder als „Sparversion“ für 49 Euro, oder als Kindle Paperwhite für 129 Euro erhältlich. Die Unterschiede zwischen den beiden Geräten liegen in der Ausstattung: Doppelte Akkulaufzeit, Touch Screen zum Umblättern, integrierte Beleuchtung sowie die neuere elektronische „Tinte“ sprechen klar für den Paperwhite, der von allen eBook Readern auch über das beste Schriftbild verfügt.

Der herkömmliche, deutlich billigere Kindle ist als Einstiegsmodell zwar weiterhin gut geeignet, wenn sie immer mit externer Lichtquelle lesen, fällt im Test aufgrund seines sehr grauen Hintergrunds und der weniger klaren Schrift inzwischen jedoch recht deutlich ab.

Die einzige echte Schwäche des Kindle liegt in den ihm künstlich auferlegten Einschränkungen: Mit dem außerhalb von Amazons Universum gängigen ePub-Format kann der Kindle nichts anfangen, er braucht .mobi-Dateien. Mit einem kostenlosen Programm wie Calibre lassen sich die Dateien jedoch problemlos umwandeln.

Soll es aus diesem oder einem anderen Grund dennoch kein Kindle sein, stellt der derzeit etwa 99 Euro teure Tolino Shine, mitunter auch als „der deutsche Kindle“ bezeichnet, die einzige echte Alternative dar. Im Test fiel es uns schwer, das Schriftbild von Kindle und Tolino Shine im direkten Vergleich auseinander zu halten, auch wenn die neue e-Ink des Kindle Paperwhite einen Tick klarer wirkt.

Die Beleuchtung überzeugt bei beiden Geräten, auch die Unterschiede in Hinblick auf Menüs und Bedienung zwischen den beiden eBook Readern sind relativ gering, einige anfänglich noch fehlende Funktionen für den Tolino Shine wurden inzwischen nachgereicht. Außerdem kann das Gerät auch von Haus aus mit dem ePub-Format umgehen – ein kleiner Bonus, der in der Praxis aber nur eine geringe Bedeutung hat.

Das Fazit unseres kleinen Vergleichs der derzeit populärsten eBook Reader: Alle drei Spitzengeräte hinterlassen einen sehr guten Eindruck, den „alten“ Kindle würden wir jedoch höchstens Einsteigern noch empfehlen. Der Tolino Shine punktet auch mit seinem Preis, während der etwas teurere Kindle Paperwhite das beste Schriftbild bietet und damit die Referenz darstellt.

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