Ein Drehbuch verkaufen: Wie geht das?

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Wie kann man ein Drehbuch verkaufen? Diese Frage beschäftigt unzählige Autoren und die Antwort darauf ist nur schwer zu finden – für viele sogar schwerer als das Drehbuch an sich zunächst zu schreiben.

Denn auch ein gutes Skript verkauft sich nicht von alleine, Sie brauchen Kontakte, müssen sich präsentieren und vor allem Ihre Idee geschickt verkaufen können.

Lesen Sie hier daher, was der beste Weg ist, um ein Drehbuch zu verkaufen und welche Punkte es schon vor dem Schreiben zu beachten gilt!

Drehbücher verkaufen: Schritt für Schritt

Das Wichtigste zuerst: Ihr Drehbuch sollte natürlich sauber formatiert und frei von Fehler sein – dazu zählen Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie Inhalt- und Logikfehler.

Ihr Drehbuch sollte außerdem weder zu kurz noch zu lang sein – üblich sind bei dem üblichen Drehbuch-Format etwa 100 bis 120 Seiten -, um nicht schon durch sein Äußeres abzuschrecken, wenn es irgendwann bei einem Produzenten auf dem Schreibtisch landet.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Ein knackiger Titel

Das erste, was irgendjemand von Ihrem Drehbuch liest, ist sein Titel. Wählen Sie unbedingt einen guten Titel, der zu Ihrer Geschichte passt, aber auch das Interesse des Lesers weckt! Einen dahin geschluderten „Arbeitstitel“ gilt es unbedingt zu vermeiden.

Der Fahrstuhl-Pitch

Bringen Sie Ihr Drehbuch in zwei, drei Sätzen auf den Punkt, mit denen Sie einen Leser in einer Mail oder einem Brief für sich gewinnen wollen – oder mit denen Sie Ihre Idee einem Kollegen im Aufzug vorstellen würden. Protagonist, Prämisse und ein erster Twist sollten hier vorgestellt werden.

Zum Beispiel: „Die PR-Managerin eines Sozialen Netzwerk muss ein abgelegenes Dorf ans Internet anschließen, um ihre Karriere zu retten, und verliebt sich dabei in einen jungen Landwirt. Doch das Dorf widersetzt sich ihr und der Landwirt steht dabei an vorderster Front.“

Ein gutes Exposé

Im Exposé verkaufen Sie Ihre Drehbuch-Idee ausführlicher auf ein, zwei Seiten. Wichtig: Dabei sollte es sich um keine simple Zusammenfassung der Geschichte handeln, sondern eher um eine Art Verkaufspitch. Erklären Sie Ihrem Leser, worum es in Ihrem Drehbuch geht, warum das Thema aktuell und interessant ist und vielleicht auch, mit welchen bekannten und erfolgreichen Filmen sich Ihr Werk vergleichen lässt.

Eine Leseprobe

Zu guter Letzt sollte natürlich auch ein Auszug aus Ihrem Drehbuch nicht fehlen. Üblicherweise empfiehlt es sich, den ersten Akt – also etwa die ersten 20 bis 25 Seiten – beizulegen. Nur eine Szene vermittelt oft keinen kompletten Eindruck von Ihren Fähigkeiten.

Der richtige Anspechpartner

Die zweite große Frage beim Verkaufen eines Drehbuchs: An wen soll ich mich überhaupt wenden und wie? Während die Form, wie oben erwähnt, relativ klar ist, lässt sich diese Frage nur schwer beantworten.

Eine Produktionsfirma finden

Sofern Sie noch über keine Kontakte in die Branche verfügen, was natürlich der Optimalfall wäre, sollten Sie zunächst eine Filmproduktionsfirma finden, die zu Ihrem Film passt. Studieren Sie das Fernseh- oder Kinoprogramm und finden Sie mit Hilfe von Google und Wikipedia heraus, wer Filme produziert, die Ihrem ähnlich sind. Manche Unternehmen haben sich beispielsweise allein auf Komödien oder Familienfilme fokussiert – oder behaupten das zumindest.

Anruf, Mail oder Post?

Ein Cold Call ist nicht jedermanns Sache und auch bei Produktionsfirmen verständlicherweise alles andere als beliebt. Üblicherweise sollten Sie sich daher per E-Mail oder per Post an das Unternehmen wenden. Suchen Sie einen Produzenten, den Sie für „richtig“ halten und schreiben Sie ihm oder ihr wie oben beschrieben Ihr Anliegen, auch wenn er oder sie selbst wahrscheinlich keine Zeit haben wird, es zu lesen – aber mit ein bisschen Glück landet es im Lektorat oder bei einem Trainee statt in Ablage P.

Manche Autoren sind der Meinung, dass postalische Anfragen öfter gelesen werden, was schwer nachprüfbar und vor allem teurer ist. Im Zweifel versuchen Sie es auf beide Wege: Ein paar Firmen per Brief, ein paar andere per E-Mail.

Kontaktaufnahme

Auch wenn Ihr Drehbuch gut ist, sollen Sie sich darauf einstellen, dass Sie von vielleicht fünfzig Prozent der Firmen nie etwas hören werden. Ein weiterer Teil wird Ihnen schreiben, dass man komplett ausgelastet sei oder das Drehbuch nicht ins Firmenportfolio passt, auch wenn Ihr Eindruck ein vollkommen anderer sein mag. Das ist absolut normal und kein Grund zur Aufregung.

Wenn eine von zehn Firmen Sie persönlich per E-Mail oder Telefon kontaktiert, können Sie sich freuen: Sie sind ihrem Ziel, ein Drehbuch zu verkaufen, einen Schritt näher gekommen!

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