Eigenes Buch: PR & Marketing vom Beginn

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Das Thema PR und Marketing für selbst veröffentlichende Autoren ist ein umfangreiches Thema und inzwischen mindestens genauso wichtig wie das Schreiben eines Buches selbst.

Wir wollen uns allen Aspekten der manchmal nervtötenden aber immer notwendigen Werbung widmen, zunächst aber etwas Grundlegendes klären: Wann sollte man damit anfangen, sein eigenes Buch zu bewerben? Erst, wenn es fertig ist? Oder nicht doch schon ein bisschen früher?

Eigenes Buch vermarkten Bild
Quelle: http://www.flickr.com/photos/ivanwalsh/

PR ab der ersten Seite

Viele Autoren machen den Fehler, ihr Buch erst dann öffentlich vorstellen zu wollen, wenn es auch wirklich fertig und erhältlich ist. Ein paar Links in Foren, dann ein paar Freunde anschreiben, das muss doch eigentlich reichen, oder? Die Wahrheit ist: So verkaufen Sie vielleicht zwanzig, dreißig Exemplare, aber in der Regel nicht mehr. Gute PR-Arbeit beginnt hingegen schon gleichzeitig mit dem Schreiben.

Wie soll das gehen, fragen Sie sich nun vielleicht: Sie können ja schlecht ein Buch bewerben, von dem Sie nicht einmal wissen, wann es überhaupt erscheint. Aber gute PR-Arbeit besteht nicht nur daraus, ein einzelnes Produkt bekannt zu machen, sondern sich eben auch eine gewisse Stammleserschaft aufzubauen, aus Ihrem Namen als Autor – so blöd das auch klingt – eine Marke, ein Verkaufsargument zu machen. Wie viele Leser haben den neuen Roman von J.K. Rowling gekauft, ohne wirklich zu wissen, worum es darin geht?

Sicher, Sie werden nicht mal eben Millionen Leser wie die Harry-Potter-Autorin generieren, aber es reichen ja schon ein paar hundert, um einen Unterschied zu machen. Ist Ihr Buch gut, erzählen vielleicht fünfzig der hundert ihren Freunden davon und die wiederum ihren Freunden und die… Sie verstehen schon. Autoren, die Ihre Bücher selbst veröffentlichen, leben von Mundpropaganda.

Das eigene Blog

Aber wie generiert man Stammleserschaft? Nun, am einfachsten mit einem Blog, das jeder innerhalb weniger als einer Stunde mit Hilfe von WordPress (und gegebenenfalls einer Domain) online stellen kann.

In diesem Blog schreiben sie im besten Fall vielleicht zwei, drei Mal die Woche über Ihr Autorendasein im Allgemeinen und natürlich auch über Ihren Roman im Speziellen. Lassen Sie Ihre Leser an Ihren eigenen Gedanken teilhaben, erzählen Sie von den Problemen beim Schreiben und berichten Sie von Erfolgen.

Wichtig ist nur, dass Sie eine Meinung haben – ob andere damit übereinstimmen, ist zweitrangig. Oft sind es sogar die kontroversen Artikel, die viele neue Leser anlocken. Und so ein kurzer Text mit 300 bis 500 Wörtern ist schnell geschrieben.

Der zweite Schritt sollte sein, dass Sie sich eine kleine Community aufbauen und aktiv mit Ihren Lesern kommunizieren. Seien Sie nicht der Autor, der sich hinter seinen Artikeln versteckt, sondern reden Sie mit Ihren Lesern in den Kommentaren, gewähren Sie ihnen immer wieder einen kleinen Vorgeschmack auf Ihr neues Werk und involvieren Sie sie, wenn es sich anbietet.

So schärfen Sie von Beginn an Ihr Profil als Schriftsteller – und das ist am Ende definitiv viel mehr wert als nur ein einzelnes gutes Buch, dessen Autor niemand kennt.

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