Ideen entwickeln und ausbauen

Anzeige
Eine erste Idee für ein Buch ist nicht mehr als das: eine Idee, die es weiter zu entwickeln gilt, und bis zur komplette Story und dem finalen Roman ist es noch ein weiter Weg. Denn nichts steht einer guten, runden Geschichte am Ende so häufig im Weg wie die fehlende Planung zu Beginn.

Aber wie genau baut man eine erste Idee sinnvoll aus, worauf arbeitet man hin und welche Elemente kann man noch „unterwegs“ hinzufügen, ohne dass es Probleme bereitet?

Lesen Sie hier unsere Tipps!

Buch Ideen entwickeln Bild
Quelle: http://www.flickr.com/photos/29224712@N08/

Ideen entwickeln: Erste Schritte

Zunächst sollten Sie, wie wir schon zuvor angesprochen haben, in Ruhe darüber nachdenken, ob Ihre Idee auch Sie als Leser interessieren würde und ein komplettes Buch tragen kann.

Sind Sie der Meinung, dass das zutrifft, folgt der nächste Schritt, nämlich die Erweiterung der Idee. Zwei Fragen stellen sich dabei als erstes:

Was ist der Hauptkonflikt der Geschichte?
Storys leben von Konflikten und Ihre Geschichte braucht zwangsläufig einen großen externen Konflikt, der die Handlung trägt und vorantreibt. In einem Krimi ist das oft die Suche nach dem Killer, in einer Liebesgeschichte die Beziehung zwischen Mann und Frau, in einem Thriller die Bedrohung durch das Böse.

Wichtig ist: Der Konflikt muss groß sein und weitreichende Konsequenzen haben – ob nur für eine Figur oder für hunderte, spielt dabei keine große Rolle. Persönliche Konflikte und Konsequenzen sind aber natürlich anspruchsvoller; die Auswirkungen einer Bombenexplosion darzustellen, ist einfach, die persönliche Katastrophe wie den Verlust einer guten Freundin greifbarer zu machen, weitaus schwerer.

Darüber hinaus müssen Sie dem Leser einen Grund geben, sich für den Konflikt zu interessieren und mit Protagonisten oder den Betroffenen mitzufühlen. Auch der größte, gefährlichste Konflikt ist irrelevant, wenn für die Hauptfigur nicht etwas persönlich auf dem Spiel steht. Deshalb sind in Thrillern fast immer die Familienangehörigen irgendwie involviert und nicht nur der Held selbst.

Welche Entwicklung macht der Protagonist durch?

Die zweite große Frage ist die nach der Entwicklung der Hauptfigur: Was ist zu Beginn der Geschichte ihr Problem und was muss passieren, damit sie die Story erfahrener und weiser verlässt? Ein Protagonist, der sich im Laufe seines Abenteuers nicht verändert, keine „Heldenreise“ durchmacht, ist langweilig. Wir wollen Figuren sehen, die Schwächen haben, anfangs in Teilen limitiert wirken und dann aufgrund der Herausforderung dazu gezwungen sind, ihren inneren Schweinehund zu überwinden.

Typische Beispiele dafür sind Protagonisten mit Bindungsängsten, die sich im Laufe der Geschichte in eine Beziehung wagen, Hauptfiguren, die einen Verlust hinter sich haben und den überwinden müssen, Charaktere mit spezifischen Phobien oder Alkoholproblemen.

Wichtig ist, dass diese Probleme und Schwächen im Laufe der Geschichte gezielt gefordert und auf die Probe gestellt werden, der Protagonist muss leiden und darf zu Beginn auch mal scheitern, muss dann aber an der Herausforderung wachsen und daraus lernen.

Können Sie diese beiden Fragen klar beantworten, sind sie Sie mit der Entwicklung Ihres Buchs schon einen ganzen Schritt weiter, und können sich weiteren Fragen widmen: Was steht auf dem Spiel, welche Hindernisse legt der Antagonist dem Helden in den Weg und wie gelingt es dem Helden, diese Hindernisse zu überwinden?

Check Also

Warum Autoren scheitern Bild

Fünf Gründe, warum die meisten Autoren scheitern

Die Idee war großartig – eine Geschichte, wie sie noch nie zuvor erzählt wurde – ...