Schreibblockade: Wie überwinden?

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Die Schreibblockade, auch Writer’s Block genannt, ist ein etwas ominöses Phänomen, von dem man immer wieder hört: Autoren, die plötzlich nicht mehr schreiben können, nicht vorankommen, fünf Stunden aus dem Fenster starren, um dann einen Satz zu schreiben und ihn wieder zu löschen.

Tatsächlich aber gibt es nicht die eine Schreibblockade, im Grunde gibt es nicht einmal überhaupt eine Schreibblockade. Es gibt verschiedene Gründe, warum man mit seinem Roman nicht vorankommt – und die gilt es in solch einem Fall zu analysieren.

Schreibblockade Was hilft Bild
Quelle: http://www.flickr.com/photos/42931449@N07/

Gründe für eine Schreibblockade

Zunächst einmal: Schreibblockade bedeutet nicht, dass Sie einen Tag mal nur eine halbe oder eine ganze Seite schreiben. Solche kleinen mentalen und physischen Durchhänger hat jeder Mensch; auch Sportler können nicht jeden Tag ihre volle Leistung abrufen.

Von einer Schreibblockade kann man frühestens sprechen, wenn Sie vier, fünf Tage lang nichts auf die Reihe bekommen, obwohl Sie jeden Tag fünf, sechs Stunden an Ihrem Buch sitzen. In solch einem Fall sollten Sie einen Schritt auf Abstand gehen und nach den Gründen suchen.

Stress: Der offensichtlichste Grund. Wenn Sie privat Stress oder anderweitig viel zu tun haben, Probleme auf Ihnen lasten, haben Sie den Kopf nicht frei für kreative Dinge. In dem Fall hilft es nur, den Stress zu bewältigen, sich vielleicht eine Woche Ruhe zu gönnen und danach weiter zu schreiben.

Arbeitsablauf: Ein anderer typischer Grund ist eine unorganisierte Arbeitsstruktur. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie weitermachen wollen und was Sie als nächstes tun sollten, kann der kreative Teil Ihres Gehirns nicht funktionieren. Auch das ist Stress, nur auf eine andere Weise.

Die falsche Zeit: Jeder Mensch ist unterschiedlich. Viele schreiben abends und nachts am besten, andere am Vormittag. Finden Sie für sich selbst heraus, wann Sie sich am kreativsten und fittesten fühlen. Auch zu wenig oder falsches Essen kann ein Grund sein.

Probleme mit der Story: Der Hauptgrund für eine Schreibblockade ist jedoch, dass mit der Geschichte irgendetwas nicht stimmt und Sie das instinktiv merken – oder schlichtweg nicht vorankommen, weil einfach nichts zusammenpasst. Das ist zum einen ärgerlich, zum anderen aber ein gutes Zeichen; oder würden Sie lieber die Geschichte schlecht zu Ende schreiben?

In dem Fall muss es irgendeine Lücke oder ein großes Problem in der Struktur der Story und mit Ihren Figuren geben. Klingen sie falsch? Verhalten sie sich unlogisch? Macht die Auflösung keinen Sinn? Haben Sie womöglich gar keine Auflösung vor Augen?

Gehen Sie zurück zur Outline und durchdenken Sie noch einmal Geschichte und Charaktere, um die Schreibblockade zu beheben.

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