Tipps & Tricks rund um’s Brainstorming

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Inspiration kommt von überall, man muss nur die Augen offen halten, haben wir schon vor Langem geschrieben und daran halten wir auch fest – dennoch sollte man als Autor auch das klassische Brainstorming beherrschen, um ein Projekt möglichst schnell und direkt von der Idee hin zum ersten Entwurf führen zu können.

Natürlich funktioniert jedes Gehirn an und jeder Autor sollte seine eigene Technik entwickeln, dennoch gibt es ein paar simple, hilfreiche Tipps und Tricks rund um’s Brainstorming.

Brainstorming Bild
von hardcorekancil

Brainstorming: Auf den Kopf hören

Fast jeder von uns hat eine Zeit oder eine Situation, in der unser Geist am besten funktioniert, der Kopf am kreativsten ist. Für manche ist es der frühe Morgen, für andere die späte Nacht, für manche nach einem guten Essen, für andere zurückgelehnt bei ruhiger Musik. Mir kommen die besten Ideen in den Momenten, in denen ich eigentlich am wenigstens darüber nachdenke: Morgens auf dem Weg ins Büro, beim Essen oder unter der Dusche, wenn der Kopf mehr oder weniger abschaltet und nur mit automatischen Vorgängen beschäftigt ist.

Was auch immer es bei Ihnen ist, als erstes gilt es die beste Zeit und die besten Situationen zu finden und entsprechend zu nutzen. Grundsätzlich kommen die Ideen aber immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten, weshalb es elementar ist, immer etwas zum Aufschreiben dabei zu haben, denn unser Kopf kann nur vier, fünf Ideen auf einmal behalten. Notieren Sie die Ideen nicht sofort, haben Sie keinen Freiraum für neue Ideen – oder aber die alten Einfälle gehen einfach verloren. Selbst neben dem Bett sollten Sie daher immer einen Notizblock liegen haben, denn nicht selten kommen die besten Einfälle vor dem Einschlafen.

Zu bedenken gilt es, dass Brainstorming ein Prozess ist, der auch bei den besten Autoren ein wenig Zeit braucht, weshalb Sie Ihrem Gehirn den Freiraum und die Ruhe geben müssen, seinen Gedanken – egal ob aktiv oder passiv – nachzuhängen. Für mich ist daher der Verzicht auf Ablenkung wie Internet, Fernsehen aber auch Musik elementar, andere Autoren arbeiten hingegen mit klassischer Musik ohne Text am besten. Probieren Sie einfach aus, was für Sie optimal funktioniert und seien Sie vor allem wachsam: Manche Menschen lassen beste Ideen einfach an sich vorbeiziehen, weil sie sie nicht als solche wahrnehmen.

Wie ein Puzzle zusammenfügen

Ich lege mir für jedes größere Projekt einen neuen Notizblock zu, den ich grob in drei Rubriken unterteile: Charakter, Setting und Plot. Ideen kommen im Brainstorming natürlich selten geordnet und es ist utopisch, die Geschichte wirklich sofort in einer logischen Reihenfolge auf’s Papier zu bringen – viel häufiger ist eine lose Ansammlung an Charakter-Momenten und Plot-Elementen, die sich erst nach und nach in Verbindung mit dem Setting zusammenfügen können.

Schließlich: Nehmen Sie sich genug Zeit für’s Brainstorming, aber lassen Sie sich auch nicht zu viel Zeit. Ein intensiv genutzter Monat sollte in den meisten Fällen ausreichen, um von der ersten Idee zu zumindest einer recht brauchbaren Outline zu gelangen. Nehmen Sie sich deutlich länger Zeit, laufen Sie Gefahr, ein Unmenge an Informationen zusammenzustellen, die nicht zwangsläufig zusammenpassen und Sie den Überblick verlieren lassen. Brainstormen Sie kürzer, fehlen oft wichtige Details.

Aber auch hier gilt: Sie selbst müssen den für Sie besten Weg finden!

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