Was ist ein Exposé?

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Eines der wichtigsten Mittel bei der Vorstellung und dem Verkauf eines eigenen Buch oder Drehbuchs ist ein Exposé, das neben dem eigentlichen Anschreiben, der Vita sowie einer Textprobe unbedingt Teil des Pakets sein sollte, das Sie bei Verlagen oder Filmproduktionsfirmen einreichen, wenn Sie Ihr Werk anbieten und verkaufen wollen.

Doch was genau ist eigentlich so ein Exposé und was gehört unbedingt hinein?

Lesen Sie hier alle Antworten auf diese wichtige Frage!

Buch Exposé schreiben Bild
Quelle: http://www.flickr.com/photos/flickrsven/

Exposé für Buch und Drehbuch

Es gibt verschiedene Arten von Exposés, eines haben jedoch alle gemeinsam: Es geht darum, dem Leser – wer auch immer das letzten Endes sein mag – Ihr Buch oder Drehbuch und Ihre Geschichte schmackhaft zu machen. Eine simple, vollständige Inhaltsangabe ist hier deshalb fehl am Platz, andererseits brauchen Sie aber auch keine Marktanalyse in Ihrem Exposé zu platzieren – das ist die Aufgabe anderer.

Ein Exposé sollte sich vielmehr so ähnlich lesen wie die Rückseite einer DVD: Dem Leser eine Idee von der Story, den Figuren sowie der Tonalität geben und erklären, wohin die Reise geht. Auch ein oder zwei Twists, welche Ihre Geschichte von altbekannten Mustern abheben, müssen unbedingt erwähnt werden, denn warum sollte jemand Ihr Manuskript oder Drehbuch lesen wollen, wenn er nichts Besonderes zu erwarten glaubt?

Ebenfalls wichtig in einem Exposé ist eine kleine Einschätzung, warum Ihre Geschichte „relevant“ sein soll: Geht es um ein aktuelles, spannendes, vielleicht gesellschaftlich wichtiges Thema? Beschäftigt es sich mit Situationen, die jeder aus seinem Alltag kennt? Sind die Figuren in irgendeiner Form von Bedeutung?

Versetzen Sie sich in die Lage eines Lektors, der jeden Tag zehn verschiedene Krimis auf den Tisch bekommt und nun ausgerechnet Ihren Krimi lesen soll: Was müsste jemand tun, um Sie selbst davon zu überzeugen?

Auch ein kurzer Satz über die Vergleichbarkeit mit anderen Büchern und Filmen ist durchaus angebracht, vor allem um zu zeigen, dass Ihre Geschichte letzten Endes doch nicht so ungewöhnlich ist, denn insbesondere für Filmproduzenten ist die Umsetzbarkeit natürlich von großer Bedeutung.

Geht Ihr Krimi eher in die Richtung von Se7en oder Mord mit Aussicht? Was besser vermarktbar ist, können Sie sich selbst denken.

Aufbau und Form eines Exposés

Ein Exposé sollte üblicherweise eine Länge von ein bis zwei DIN-A4-Seiten nicht überschreiten. Sorgen Sie für ein sauberes Schriftbild und wählen Sie einen Zeilenabstand von 1,5 Zeilen, um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten!

Beginnen könnten Sie zum Beispiel mit einer Frage, die den Leser zum Lachen oder Nachdenken bringt und natürlich mit dem Thema der Geschichte in Verbindung steht. Ein paar allgemeine Informationen zu Buch oder Film wie der Titel, das Genre, die (anvisierten) Länge und die Prämisse sollten folgen.

Der weitere Aufbau hängt davon ab, was genau Sie gerne in den Vordergrund stellen wollen: Ist die Geschichte das Besondere? Sind es die Figuren? Oder ist es das Thema? Was auch immer das Einzigartige sein mag, es sollte in Ihrem Exposé als erstes auftauchen und Ihren Leser in die Story einführen – der genaue Aufbau ist variabel.

Versetzen Sie sich dabei immer in die Lage eines Lesers und versuchen Sie, das Exposé so knapp und interessant wie möglich zu gestalten, denn es ist neben dem Anschreiben der erste wichtige Schritt jemanden dazu zu bekommen, Ihre Geschichte zu lesen.

Exposé: Überblick

Noch einmal die wichtigsten Merkmale auf einen Blick:

  • Ein Exposé soll Lust auf Ihr Buch machen.
  • Es handelt sich um keine reine Inhaltsangabe.
  • Ein paar Worte zu Thema und Zielgruppe können helfen.
  • Wirken Sie selbstsicher, aber nicht überheblich.
  • Ein bis zwei DIN-A4-Seiten reichen völlig aus.

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